10. Mai: Antifa-Infoparty in Greven

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Am 10. Mai findet in Greven eine weitere Antifa-Infoparty statt, die wir sehr empfehlen können. Im folgenden kopieren wir den Aufruf der Veranstalter.

Auf zur vierten Antifa-Infoparty in Greven! Am 10. Mai wollen wir gemeinsam die nächste Antifa-Infoparty mit euch feiern und haben dafür großes vor! Wie auch bei unseren vergangenen Partys wollen wir nachmittags mit einer Infoveranstaltung beginnen und Abends zu guter Livemusik feiern.

Filmvorführung von „I still hate my f*cking hometown“

Um dem Wörtchen „Info“ vor der Party gerecht zu werden wollen wir dieses Jahr den Film „I still hate my f*ucking hometown“ zeigen, der von den Genoss*innen der AFA Youth Cottbus gedreht wurde und die historische Entwicklung des Rechtsextremismus und der antifaschistischen Jugendkultur in Cottbus seit dem Mauerfall dokumentiert. Wir sind hoch gespannt und können euch bis zurVeranstaltungen dringendst den Trailer zum Film empfehlen!

Konzert mit Refpolk, Daisy Chain und Sistah Nais

Am Abend gibt es dann ein feines Hip-Hop Konzert mit gleich zwei Internationalen Acts! Das Konzert ist Teil der „Klippe“-Tour von Refpolk, auf der er der Welt sein neues gleichnamiges Album präsentiert. Unterstützt wird der Berliner Rapper neben Daisy Chain aus Thessakolini (aus dem gemeinsamen Projekt „The Future is still unwritten“) auch von Sistah Nais aus Italien. Wir freuen uns sehr auf diese Begegnung!!

Da die Veranstaltung dieses mal an einem Sonntag statt findet, werden wir gegen 15:30 Uhr die Türen des Kesselhauses öffnen und dort um ca. 16 Uhr mit der Filmvorführung beginnen. Gegen 19:00 beginnen wir dann mit dem Konzert, sodass wir die Nachbarn nicht länger als bis 22:00Uhr ärgern. Eintritt liegt bei 5€ bis 8€. Nazis, Sexisten, homophobe Macker und andere Idiot*innen werden nicht geduldet und freundlichst vom Gelände verwiesen.

08. Mai in Münster

Der 08. Mai 2015 ist der 70. Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit auch das Ende des bisher größten Verbrechens an der Menschheit: Dem Nationalsozialismus.
Ein Krieg, wie ihn die Menschheit vorher noch nicht gesehen hat, sowie die systematische, industrielle Ermordung von 9 Millionen Menschen in den Konzentrationslagern waren endlich vorbei.
Um diesem Tag zu gedenken, aber auch um ein Zeichen für eine weiterhin notwendige antifaschistische Arbeit zu setzten, wird es an diesem Tag ab 18 Uhr ein tolles Programm geben. Den kompletten Aufruf findet ihr hier.

18:00 Uhr: Kundgebung

Redebeiträge zu u.a. der aktuellen Situation von Geflüchteten; dem spanischen Bürgerkrieg; …

Ort: Gedenkstätte “Zwinger”, 48147 Münster

19:00 Uhr: Demonstration

“Deutschland? Nie Wieder! 70 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus”

Beginn: Gedenkstätte “Zwinger”, 48147 Münster (Demo zieht zur Baracke: Scharnhorststraße 100, 48151 Münster)

21:00 Uhr: Party (Pien Kabache)

Ort: Baracke, Scharnhorststraße 100, 48151 Münster

Solidarität mit den Genoss*innen aus Bückeburg.

Wir dokumentieren im Folgenden den Aufruf der Antifa-Solikampagne in Bückeburg und rufen auf, sich an der Demonstration am 18.04. zu beteiligen!

Betroffen sind wenige – gemeint sind wir alle!
Solidarität mit den Genoss*innen aus Bückeburg.

Bückeburg – Braune Scheiße steigt nach Oben

Die Stadt Bückeburg mit Sitz des niedersächsischen Staatsgerichtshof liegt im Landkreis Schaumburg. In diesem Landkreis konnten über Jahrzehnte hinweg neonazistische Gruppen und Strukturen meist ungestört agieren und sich verfestigen. So finden in der Nähe auch jährlich die Aufmärsche von Neonazis in Bad Nenndorf statt, organisiert von rechten Strukturen in Ostwestfalen, Minden und Schaumburg. Initiator Markus Winter und andere Kader nutzen diesen Event um aktionsorientierte Jugendliche in Schaumburg in die Arbeit des nationalen Widerstands einzubinden. 2008 formierten diese militanten Kader junge Neonazis zur „Aktionsgruppe Bückeburg“. Die Mitglieder der Kameradschaft kamen auch aus anderen Gemeinden des Landkreises. Auf viele Jugendliche wirkte die rechte-Szene, mit ihrem Auftreten als “Autonome Nationalisten“, anziehend (diese übernehmen bewusst das Auftreten und die Aktionsformen der linken autonomen Bewegung). An den Schulen begann die rechte Szene zu dominieren und andersdenkende Jugendliche wurden in und nach der Schule bedroht. Vor allem in Bückeburg gelang es den Neonazis eine “Vormachtstellung“ auszubauen.

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Raus auf die Straße und Asylrechtsverschärfungen stoppen!

Die Große Koalition ist derzeit dabei, ein Gesetzespaket zu verabschieden, welches eine massive Verschärfung in der Asyl- und Migrationspolitik bedeuten würde. Neben unzureichenden Verbesserungen im Bleiberecht für nur wenige langjährig Geduldete, soll die Gesetzesgrundlage geschaffen werden, die Mehrheit der Geflüchteten inhaftieren zu können. (Mehr Infos hier)

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche vom 10. bis 18. April 2015 wird es auch in Münster eine Demonstration gegen die geplanten Asylrechtsverschärfungen geben. Wir rufen dazu auf, sich an dieser Demonstration zu beteiligen

Freitag, 17. April // 18 Uhr // Stadthaus, Klemensstraße
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Pien Kabache 10.04.

Am Freitag, dem 10.04., ist wieder Pien Kabache!
Wie immer dürft ihr euch auf gute Musik, günstige Getränke und nette Menschen freuen. Als besonderes Schmankerl wird es dieses Mal eine Stunde feinste Trash-Musik geben, ansonsten läuft wie immer alles was gut ist, von Punk bis Zeckenrap. Für die einarmigen Bandit*innen unter euch stellen wir ein Glücksrad auf, bei dem ihr euer Geld für tolle Gewinne und natürlich viel Spaß verschleudern könnt.
Abgesehen von den üblichen Getränken, gibt es (natürlich) Pfeffi und TurboMate (Mate+Vodka). Kulinarisch servieren wir euch ein zauberhaftes veganes Mac&Cheese. Also kommt rum, es wird wie immer spaßig!

Gedenken an Mehmet Kubaşik

Wir teilen und unterstützen hier den Aufruf der Antifaschistische Linken Münster (ALM) zur Gedenkdemo für Mehmet Kubaşik am kommenden Samstag, 04. April in Dortmund:

Am 4. April 2006 wurde der Dortmunder Mehmet Kubaşik in seinem Kiosk in der Nordstadt erschossen. Mehmet Kubaşik und seine Frau Elif kamen 1991 als politische Flüchtlinge aus der Türkei nach Deutschland, fanden hier Arbeit und eine neue Heimat, in der sie ihre drei Kinder aufzogen. Erst in ihrem 2011 aufgefundenen Bekennervideo bezichtigten sich die Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) des Mordes an ihm. Seitdem findet jedes Jahr eine von DIDIF und anderen organisierte Gedenkdemonstration statt, die ihren Weg vom Tatort an der Mallinckrodtstraße 190 bis zum Denkmal für die NSU-Opfer an der Steinwache nimmt. Wir rufen dazu auf, sich an dieser Demonstration zu beteiligen.
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28.03. Dortmund

Am 28. März findet zum Anlass des Todestages von Thomas „Schmuddel“ Schulz, der vor 10 Jahren von dem damals 17-Jährign Neonazi und Anhänger der Skinheadfont Dortmund-Dorstfeld Sven Kahlin erstochen wurde, eine Antifaschistische Gedenkdemonstration statt. Bereits seit 10 Jahren und dieses Jahr zum letzten Mal organisiert die Antifaschistische Union Dortmund zum Todestag eine Antifa-Demo durch Dortmund. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. In Dortmund besteht seit Jahren eine relativ große und aktive Neonaziszene, die erst kürzlich wieder durch eine Angriff auf eine Unterkunft für Geflüchtete auf sich aufmerksam machte. Nach dem Verbot des Nationalen Widerstand Dortmund (NWDO) im Jahr 2012 organisiert sich die Szene maßgeblich über die Partei Die Rechte.
Starke Naziszenen und auch gewalttätige rassistische Angriffe sind oft der traurige Höhepunkt einer gesellschaftlichen Gesamtstimmung, die sich seit Jahren einem rechten Rollback unterzieht. Aus dem Boden sprießende Bewegungen wie Hogesa oder Pegida sammeln auf der einen Seite vorhandene Ressentiments vor allem gegenüber Geflüchteten, geben diesen eine Plattform und bilden – auch wenn sie sich selbst nie als Nazis bezeichnen würden – einen Nährboden und eine Bestärkung für Aktivitäten der extremen Rechten. Wenn wir am 28. März gegen rechte Gewalt demonstrieren, wollen wir also auch die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren.
Kommt also alle nach Dortmund! Für einen konsequenten Antifaschismus.
Den gesamten Aufruf findet ihr hier.

Da parallel auch Nazis nach Dortmund fahren werden, gibt es aus Münster eine gemeinsame Anreise. Daher treffen wir uns am Samstag, den 28.03 um 12:15 auf Gleis 17 (HBF MS).

Auch am 28. März haben die Dortmunder Neonazis einen Aufmarsch mit anschließendem Konzert in Dortstfeld angekündigt. Das Bündnis Blockado – Gemeinsam gegen Nazis wird sich daher bereits um 10:30 an der U-Bahn Haltestelle Kampstraße treffen und versuchen gegen den Naziaufmarsch aktiv zu werden.

Meldet Naziaktivitäten

Ein sehr wichtiger Teil unsere Arbeit ist die Beobachtung & Analyse der lokalen Naziszene. Wenn Nazis, deren Ideologie und Taten einmal bekannt sind, ist es einfacher, gegen sie zu arbeiten. Bekannte Nazis wissen so außerdem, dass ihre Aktivitäten streng beobachtet werden; dies nimmt ihnen Sicherheit und kann möglicherweise einen Rückgang von Aktivitäten bewirken. Zudem ist eine Dokumentation dieser für eine realitätsgetreue Darstellung der Naziproblematik wichtig.

Leider geben Nazis sich nicht immer zu erkennen und so gelingt es vielen, weitgehend unerkannt zu handeln. Um dies verhindern zu können, rufen wir dazu auf, Naziaktivitäten & -propaganda bei uns zu melden. Jeder Hinweis kann dabei helfen, Täter*innen zu identifizieren und weitere Aktivitäten zu verhindern.

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Nazipropaganda & Aktivitäten

Menschenfeindliche Propaganda äußert sich nicht nur durch Aktivitäten bekennender Neonazis, sie gibt sich auch vermeintlich seriös, wie etwa im Gewand der AfD oder Pegida-Gruppierungen. Diese Menschen stehen bei uns natürlich ebenfalls im Fokus der Recherche und auch zu Ihnen bitten wir um Hinweise.

Bitte gebt uns Bescheid wenn ihr Zeug*in oder Opfer eines rassistischen Übergriffes wurdet, wenn ihr rassistische (Einlass-)Kontrollen bemerkt, wenn ihr Menschen in Nazikleidung seht oder wenn die Bedienung im Supermarkt euch auf Fotos vom letzten Naziaufmarsch aufgefallen ist . Ebenso interessieren uns Graffittis, Sticker, Plakate, Infostände, Konzerte, Flugblattaktionen oder Nazisymbolik in Wohnungen.

Einen (unvollständigen) Überblick über Nazisymbolik findet ihr hier.

Meldet euch!

Falls euch Nazipropaganda aufgefallen ist, könnt ihr uns über das Kontaktformular auf unserem Blog Nachrichten schicken. Das geht auch anonym, indem ihr eure Nachrichten verschlüsselt. So müsst ihr keinerlei Information über eure Identität preisgeben.

Auch wenn ihr nicht selbst unmittelbar Opfer von Naziaktivitäten werdet, ist es wichtig, die Augen nicht vor diesen zu verschließen. Wer Aktivitäten stillschweigend hinnimmt, billigt diese zumindest indirekt. Dass solche an die Öffentlichkeit gelangen kann außerdem Menschen helfen, die vielleicht nicht die Möglichkeit haben, sich zu wehren und auf Courage anderer angewiesen sind.

Versucht, beim Bericht über Naziaktivitäten so viele Informationen wie möglich anzugeben, ohne dabei spekulativ zu werden: Falls ihr etwas beobachtest kann es sinnvoll sein, dies in einem kurzen Gedächtnisprotokoll festzuhalten (Was ist passiert; Wann ist es passiert; Wer war beteiligt?; Personenbeschreibung, Namen, Ort…) und daraus dann einen kurzen Bericht an uns zu schreiben. Wenn ihr so vorgeht und euch in eurem Bericht nur auf die Aussagen eures Gedächtnisprotokolls bezieht, vermeidet ihr Spekulationen. Dies kann hilfreich sein, wenn ihr etwas emotional Aufwühlendes wie einen Übergriff miterlebt habt; wenn ihr „nur“ ein paar Aufkleber dokumentieren wollt, ist das Gedächtnisprotokoll wahrscheinlich überflüssig.

Auf Anfrage senden wir euch auch gerne Material in Form von Plakaten und Stickern mit dem oben abgebildeten Motiv zu. Was ihr damit anstellt, liegt dann natürlich in eurer Verantwortung.

Haltet die Augen offen!

Pien Kabache am 13. März

Am Freitag, den 13. März, findet wieder die monatliche Antifakneipe „Pien Kabache“ in der Baracke, Münster statt. Hier die Infos zu diesem Mal:

Zu Beginn der “Pien Kabache” im März wollen wir uns, anlässlich des 10. Todestages von Thomas “Schmuddel” Schulz, der 2005 vom Neonazi Sven Kahlin in der Dortmunder U-Bahnhaltestelle Kampstraße mit mehreren Messerstichen ermordet wurde, mit dem Thema Solidarität mit Opfern rechter Gewalt und antifaschistischer Erinnerungspolitik beschäftigen.

Wir werden antifaschistische Aktivist*innen aus Dortmund zu der aktuellen Auseinandersetzung vor Ort und über die Planungen zur 10. Gedenkdemo am 28.03.2015 sowie die Gegenproteste gegen den gleichzeitig stattfindenen Naziaufmarsch befragen. Dazu zeigen wir den Kurzfilm „Uno di Noi“, einen Film des Polit-Cafe Azzoncao und der Antifaschistischen Jugend Bochum. Der Film handelt von der Ermordung sieben antifaschistischer Aktivist*innen aus Europa und dem Erstellen eines Gedenk-Graffito’s in Bochum.

“Kulinarisch” lautet das Motto diesmal „Popcorn, Cola, Revolution!“. Wir servieren frisches Popcorn, Nachos mit veganer Salsa und als Getränk dazu eine ausgezeichnetes Rum-Cola-Variante. Ansonsten gibt’s die üblichen Getränke zu den gewohnt kleinen Preisen und natürlich the one and only Pfeffi !

*See you at the Tresen! Und am 28.3. mal wieder auf den Straßen Dortmunds! Sometimes Drunk – Always Antifascist !