28.03. Dortmund

Am 28. März findet zum Anlass des Todestages von Thomas „Schmuddel“ Schulz, der vor 10 Jahren von dem damals 17-Jährign Neonazi und Anhänger der Skinheadfont Dortmund-Dorstfeld Sven Kahlin erstochen wurde, eine Antifaschistische Gedenkdemonstration statt. Bereits seit 10 Jahren und dieses Jahr zum letzten Mal organisiert die Antifaschistische Union Dortmund zum Todestag eine Antifa-Demo durch Dortmund. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. In Dortmund besteht seit Jahren eine relativ große und aktive Neonaziszene, die erst kürzlich wieder durch eine Angriff auf eine Unterkunft für Geflüchtete auf sich aufmerksam machte. Nach dem Verbot des Nationalen Widerstand Dortmund (NWDO) im Jahr 2012 organisiert sich die Szene maßgeblich über die Partei Die Rechte.
Starke Naziszenen und auch gewalttätige rassistische Angriffe sind oft der traurige Höhepunkt einer gesellschaftlichen Gesamtstimmung, die sich seit Jahren einem rechten Rollback unterzieht. Aus dem Boden sprießende Bewegungen wie Hogesa oder Pegida sammeln auf der einen Seite vorhandene Ressentiments vor allem gegenüber Geflüchteten, geben diesen eine Plattform und bilden – auch wenn sie sich selbst nie als Nazis bezeichnen würden – einen Nährboden und eine Bestärkung für Aktivitäten der extremen Rechten. Wenn wir am 28. März gegen rechte Gewalt demonstrieren, wollen wir also auch die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren.
Kommt also alle nach Dortmund! Für einen konsequenten Antifaschismus.
Den gesamten Aufruf findet ihr hier.

Da parallel auch Nazis nach Dortmund fahren werden, gibt es aus Münster eine gemeinsame Anreise. Daher treffen wir uns am Samstag, den 28.03 um 12:15 auf Gleis 17 (HBF MS).

Auch am 28. März haben die Dortmunder Neonazis einen Aufmarsch mit anschließendem Konzert in Dortstfeld angekündigt. Das Bündnis Blockado – Gemeinsam gegen Nazis wird sich daher bereits um 10:30 an der U-Bahn Haltestelle Kampstraße treffen und versuchen gegen den Naziaufmarsch aktiv zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.